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MaSofias Erklärungen
#16
(10-12-2010, 00:00)Ekkard schrieb: Was Agnostik geschrieben hat, kann ich nachvollziehen. Mit MaSofias Texten habe ich (immer noch) erhebliche (sprach)logische Probleme.
(11-12-2010, 00:06)agnostik schrieb: Was meinst Du mit sprachlogischen Problemen?
Das hatte ich bereits unter "101 Widersprüche ..." (hier) erläutert. Ich vermute tatsächlich, dass sie (oder er) Fremdsprachler(in) ist. Im Großen und Ganzen verstehe ich nur die These, dass die hebräische Bibel (das so genannte Alte Testament) mindestens 4 Deutungsstränge besitzt:
  1. das Gesetz
  2. den Glauben (Vertrag mit dem HERRN)
  3. das vormalige Weltwissen
  4. eine schillernde Vielfalt von Nebendeutungen (Namen = abstrakte Begriffe wie Liebe, Weisheit, Urteil, ...), die eine eigene Weisheit signalisieren.
MaSofia hat die Nr. 4 für sich entdeckt und versucht, uns zu überzeugen, dass damit vordergründige (textbasierte) Widersprüche überzeugend überwunden werden können.
Ich kann das zwar spielerisch nachvollziehen, tatsächlich kann man solche nebenbedeutungsreichen Texte unter ästhetischen Gesichtspunkten studieren, aber dass man das nur so tun kann oder gar muss, glaube ich nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#17
Mal langsam mit den Diskussionen...

Der Fall wird geklärt, indem Ihr Euch einfach die Beispiele in der Sprache anschaut. Hebräisch ist eine der ältesten Sprachen der Erde, es hat einen Wortschatz, in dem die meisten philosophischen Begriffe aus natürlichen Bildern bestehen. Stärke, as, Ziege; Macht, jad, Hand; Beginn, rosch, Kopf.
Natürliche Worte wurden zur bildhaften und ausdrucksstärkeren Erklärung,
unterstützt durch Erzählungen, die durch andere Grammatik eben nicht übersetzbar waren. Darüber stritten sich schon die Gelehrten vor 2000 Jahren. Die Unübersetzbarkeit war lange der Gesprächstoff...
Bisher wurden die Diskussionen mit solchen Tools geführt:

qilin schrieb:Welche der beiden Meinungen dann zutrifft, lässt sich am ehesten mit dem Jesus-Wort klären "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen"

Einer spricht damit eine Drohung aus: "werdet schon sehen, alles Unfug! Die Abweichung mache ich nicht!" (qilin benutzte den Bogen zu Vorurteilen über Esoterik und einen abwertenden Seitenschuss, den Christen jedem verpassen, der ihre "heiligen" Themen berührt, die als Dorn heftig drücken). Der andere meint etwas vorsichtiger, ob der Erfolg sich an den Früchten zeigen sollte. Teilweise traf das ein. Die Früchte einer unvollständigen und damit unsoliden Arbeit zeigten sich in den vielen Religionen, in Sekten, generell in den ganzen persönlichen, religiösen und weltanschaulichen Missverständnissen - und das seit Jahrhunderten.

Doch betrachten wir einfach ein Beispiel aus den alten Texten, statt Grundsatzdiskussionen zu machen, BEVOR man das anschaut. Man braucht zu einer BEurteilung nur das Urteil, kein VORurteil.

Alle kennen sicher die Geschichte von Adam und Eva, ihrem Sohn Seth, bis hin zu Methusalem, der erst mit 187 Jahren seinen ersten Sohn zeugte und dann 969 Jahre alt wurde.

Einem Hebräer fällt bei dem Wort Adam nicht der Name "Adam" allein ein, sein Wortschatz sagt ihm, Adam heißt Menschheit, er ist der Mensch an sich. Er denkt bei adam auch an rot als Farbe, vielleicht an rot werden. Er hakt sich fest, ob das adam auch noch mit Blut zu tun hat, dam. Und weil das Wort Blut mit fließen, sich anpassen, dama oder auch mit Stillstand dom oder schweigend in Verbindung ist, wenn es durch irgend eine grammatikalische Form mit Prefix "a" dazu kommt, beginnt das Nachdenken. Da steht SEINE Welt, zwischen anpassen oder blamiert werden, rot werden, und still sein, oder dem Farbe bekommen beim Blut aufwallen. Diese Überlegung ist nicht sofort da, sie kommt durch die Erzählung beim erneuten Vortrag in Gang.

Wegen diesem einen Wort schon steht er in Überlegungen.
Kommen dann weitere in der Geschichte hinzu, wie Seth, weisen seine Gedanken zu anderen Spuren als denen, dass da einmal ein Mann namens Adam mit seiner Eva lange fröhliche Tage hatte. Mag sein, sagt er. Beweisen lässt sich das Alter nicht, es kommt ihm auch unlogisch vor -> aber er sieht einen anderen Zweck darin.
Er denkt nämlich so:
Seth 1) Name; 2) Basis; 3) "schit!" lässt sich wohl nich damit ableiten, das wäre zu lustig, aber schét, Hintern, geht gleich wie seth zu schreiben, schit heißt Basis. Plötzlich steht ein Hebräer vor dem Einfall:
Auf dem Hintern sitzen, sich nicht bewegen und "schit" eine Basis haben bewegt sich als Balance. Diese Balance wird aktiv durch verschiedene Bausteine. Deren Bewegung wird mit den Jahren beschrieben, die jeden Leser doch utopisch anmuten. Ein Hebräer sieht jedoch die Zahlen als Worte. Er liest zwar, dass Seth 105 Jahre alt wurde bis er Enos zeugte und er nickt bestätigend mit dem Kopf dazu: Jawohl, eine Basis braucht 105 Jahre, heißt "davon" (méa = 100, als Konstrukt = meat = davon) kommt es zum gerüstet sein! Er liest xamesch, 5 als ximesch das sich gleich schreibt, als ausrüsten.
Einstimmig ist er mit allen so überzeugt, dass Seth 105 Jahre brauchte um menschlich zu werden. Da gehen aber seine Überlegungen noch weiter, aber das lasse ich jetzt...

Ein Hebräer bewegt die Balance zwischen Enos und Enosch, zwischen menschlich sein und gezwungen sein, zwischen enos und dem gleich geschriebenen anos, zwingen. Die Überlegung geht zwischen Mensch (Enosch) und seiner Vergewaltigung ('onesch). Sie geht in die Balance ob da ein Bleiben oder keines mehr wäre (kenan) etc.

Ein Hebräer ist diese Denkweise (durch viele Erzähungen)gewohnt. Er kennt die Ausweitungen, stimmt jedem der "Eigenschaften" zu, die andere nur als Aufzählungen von Namen und Zahlen sehen. Er findet Genesis 5 wirklich überlegenswert.
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#18
(11-12-2010, 10:14)petronius schrieb:
(10-12-2010, 23:59)agnostik schrieb:
(09-12-2010, 23:26)petronius schrieb:
(09-12-2010, 15:44)agnostik schrieb: MaSofias Anliegen ist es, zu zeigen, dass die Bibel ein "Weisheitsbuch" ist, in dem die Erkenntnisse des gesamten damaligen ausgedehnten Kulturkreises niedergelegt sind.

Sie wurde in der damaligen "Kultursprache" hebräisch verfasst

eben nicht ausschließlich

Ich habe MaSofia so verstanden, dass sie es behauptet hat. Vielleicht habe ich sie da auch missverstanden.

Inwieweit sie Recht hat - darüber weiß ich nichts.

du weißt nichts darüber, daß natürlich nicht alle bücher der bibel auf hebräisch verfaßt wurden?

Nein - ich weiß üerhaupt nichts über das AT und über das Judentum nur das, was ich hier in Diskussionen gelesen habe.

(11-12-2010, 10:14)petronius schrieb:
(10-12-2010, 23:59)agnostik schrieb: Schließlich ist ja das Wissen der Druiden wohl auf die erwähnte Weise verloren gegangen - und manch anderes Wissen über die Jahrtausende durch Kriege, Verfall der Zivilisation etc.

wie kannst du von etwas wissen, das doch angeblich verloren gegangen ist? (ich schreibe angeblich, weil ja noch nicht mal sicher ist, daß und was da überhaupt war und verloren gehen hätte können)

M. W. ist in etwa den letzten 150 Jahren einiges wiederentdeckt worden, das Jahrtausende lang verloren war Icon_smile

(11-12-2010, 10:14)petronius schrieb: dir fällt noch nicht mal ein solcher widerspruch im selben satz auf...


(10-12-2010, 23:59)agnostik schrieb: Und das, was ich als "Esoterikerin" für stichhaltig halte, ist eben oft anders als das, was Du darunter verstehst

das ist ganz offensichtlich so

mir scheint ja, der esoteriker hält alles für stichhaltig, was er halt gerne hört oder sich wünscht, es sei so

Da ich bekannterweise auf dieser Basis nicht diskutiere, ist die Diskussion mit Dir für mich mal wieder beendet.
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#19
(11-12-2010, 12:36)MaSofia schrieb: Hebräisch ist eine der ältesten Sprachen der Erde, es hat einen Wortschatz, in dem die meisten philosophischen Begriffe aus natürlichen Bildern bestehen. Stärke, as, Ziege; Macht, jad, Hand; Beginn, rosch, Kopf.
Natürliche Worte wurden zur bildhaften und ausdrucksstärkeren Erklärung,
unterstützt durch Erzählungen, die durch andere Grammatik eben nicht übersetzbar waren. Darüber stritten sich schon die Gelehrten vor 2000 Jahren. Die Unübersetzbarkeit war lange der Gesprächstoff...

Für welche alte Sprache würde das denn nicht gelten? Da brauche ich nur an die verschiedenen Übersetzungen des Lao-tzu und Chuang-tzu zu denken...

Zitat:
qilin schrieb:Welche der beiden Meinungen dann zutrifft, lässt sich am ehesten mit dem Jesus-Wort klären "An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen"
Einer spricht damit eine Drohung aus: "werdet schon sehen, alles Unfug! Die Abweichung mache ich nicht!" (qilin benutzte den Bogen zu Vorurteilen über Esoterik und einen abwertenden Seitenschuss, den Christen jedem verpassen, der ihre "heiligen" Themen berührt, die als Dorn heftig drücken). Der andere meint etwas vorsichtiger, ob der Erfolg sich an den Früchten zeigen sollte. Teilweise traf das ein. Die Früchte einer unvollständigen und damit unsoliden Arbeit zeigten sich in den vielen Religionen, in Sekten, generell in den ganzen persönlichen, religiösen und weltanschaulichen Missverständnissen - und das seit Jahrhunderten.

Welche 'vielen Religionen' haben denn Deiner Meinung nach in welchen Aspekten 'unvollständig und unsolide gearbeitet' und was konkret haben sie alle missverstanden? Und wer - außer Dir - hat das Wahre Verständnis davon?
Welches 'Vorurteil' hätte ich über Esoterik abgegeben, und welchen Seitenschuss, was 'heilige Themen' der Christen betrifft? Ich habe im Prinzip nichts gegen Esoterik, habe das Wort nur nach seiner historischen Quelle definiert. Was die 'Früchte' betrifft, ist die Sache ganz einfach - ich hatte da ganz allgemein an den Vergleich Esoterik/Exoterik gedacht und nicht an Deine Argumente - aber wenn Du meinst...
Was Du hier die ganze Zeit bringst, sind Alternativ-Erklärungen zu hebräischen Texten, die damit - möglicherweise - weniger widersprüchlich werden sollen. Der Wert, die 'Frucht' solcher Erklärungen ist eben das - dass die Texte weniger Widersprüche enthalten; der vierte Deutungsstrang in Ekkards Auflistung. Welche Relevanz hat der nun wirklich für die Lebenspraxis der Gläubigen, im Vergleich zu den ersten drei? Welche konkrete Handlungsweise oder Glaubensaussage folgt daraus? Doch nur wenig mehr als das angenehme Bewusstsein, 'die Schriften' besser zu verstehen als 'all die Anderen'... :icon_rolleyes:

Zitat:Ein Hebräer ist diese Denkweise (durch viele Erzähungen)gewohnt. Er kennt die Ausweitungen, stimmt jedem der "Eigenschaften" zu, die andere nur als Aufzählungen von Namen und Zahlen sehen. Er findet Genesis 5 wirklich überlegenswert.

Das werden wohl Viele - nicht nur Hebräer - finden. Aber wieviele Hebräer stützen Deine Meinung zu den Texten? Ich habe schon einmal auf 'Die Schrift' von Buber/Rosenzweig hingewiesen, von denen ich doch annehme dass sie auch hebräisch verstanden - haben die das Wahre Verständnis listig verborgen - oder kannten sie es (noch) nicht :question:
() qilin
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#20
(11-12-2010, 10:14)petronius schrieb: mir scheint ja, der esoteriker hält alles für stichhaltig, was er halt gerne hört oder sich wünscht, es sei so


Hier sehe ich es genauso wie agnostik:
Unterstellungen dieser Art - und seien sie auch mit "mir scheint" eingeleitet - vergifren das Diskussionsklima.

Das ist einer wissenschaftlichen Herangehensweise unwürdig. Die Aufklärung (als Epoche und Methode) ist angetreten, Vorurteile und unsachliche Unterstellungen aufzudecken und abzuweisen.

Die Verallgemeinerung "der Esoteriker" sollte bei einem fairen Diskussionspartner nicht vorkommen. Kanzelt er damit grundsätzlich einzelne User ab, ist er nicht ernstzunehmen, ist einfach ein Parolenklopper.

Im schlimmsten Falle wird damit ein Forum ruiniert. Denn wer will schon mit Parolenkoppern diskutieren. Dabei kann man nur verlieren.

Andere Parolenklopper kanzelst Du ab, selber aber unterläuft Dir das noch immer. Ich hoffe, es war nur ein Ausrutscher.
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#21
(11-12-2010, 15:21)agnostik schrieb: Nein - ich weiß üerhaupt nichts über das AT und über das Judentum nur das, was ich hier in Diskussionen gelesen habe.

dann offenbare ich dir jetzt exklusiv uraltes geheimwissen:

die bibel besteht nicht nur aus dem at

(11-12-2010, 15:21)agnostik schrieb:
(11-12-2010, 10:14)petronius schrieb:
(10-12-2010, 23:59)agnostik schrieb: wie kannst du von etwas wissen, das doch angeblich verloren gegangen ist? (ich schreibe angeblich, weil ja noch nicht mal sicher ist, daß und was da überhaupt war und verloren gehen hätte können)

M. W. ist in etwa den letzten 150 Jahren einiges wiederentdeckt worden, das Jahrtausende lang verloren war Icon_smile

das ist zum einen keine antwort auf meine frage, zum anderen:
was denn?

(11-12-2010, 15:21)agnostik schrieb:
(11-12-2010, 10:14)petronius schrieb: [quote='agnostik' pid='97411' dateline='1292018345']
Und das, was ich als "Esoterikerin" für stichhaltig halte, ist eben oft anders als das, was Du darunter verstehst

das ist ganz offensichtlich so

mir scheint ja, der esoteriker hält alles für stichhaltig, was er halt gerne hört oder sich wünscht, es sei so

Da ich bekannterweise auf dieser Basis nicht diskutiere, ist die Diskussion mit Dir für mich mal wieder beendet.

ganz wie du meinst

ich darf aber daran erinnern, daß du selbst die selbsterfüllende prophezeihung gemacht hast, ich würde deine argumente nicht akzeptieren
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#22
(11-12-2010, 15:32)Karla schrieb:
(11-12-2010, 10:14)petronius schrieb: mir scheint ja, der esoteriker hält alles für stichhaltig, was er halt gerne hört oder sich wünscht, es sei so

Hier sehe ich es genauso wie agnostik:
Unterstellungen dieser Art - und seien sie auch mit "mir scheint" eingeleitet - vergifren das Diskussionsklima

dann darf ich auch dich daran erinnern, daß ich lediglich agnostiks querpaß angenommen und auf sie zurückgespielt habe

(11-12-2010, 15:32)Karla schrieb: Das ist einer wissenschaftlichen Herangehensweise unwürdig

welche agnostik ja ohnehin ablehnt

(11-12-2010, 15:32)Karla schrieb: Andere Parolenklopper kanzelst Du ab, selber aber unterläuft Dir das noch immer. Ich hoffe, es war nur ein Ausrutscher.

faß dich mal an die eigenen nase und laß mir die ruh

denn du regst dich z.b. über masofia auf und ihren anspruch, bestimmen zu können, was richtig oder angemesen sei, und kanzelst umgekehrt ekkard ab, seine naturwissenschaftliche herangehensweise in sachen ich-bewußtsein sei fehl am platz, weil es um irgendeine art philosophie ginge, die du da betreiben willst

also halt mal den ball flach und spiel dich nicht als reservemoderator auf



auf gezielte provokation werde ich auch in zukunft mit der ich-aussage reagieren dürfen, was mir der der fall zu sein scheint - alles klar?
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#23
@ petronius

Mich interessiert Deine unsachliche Pöbelei nicht.

Wenn Du wieder in diese zurückfällst, wird das Forum scnmell wieder in gähnende Leere zurückfallen, in der es ja fast schon war.
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#24
(11-12-2010, 15:59)Karla schrieb: @ petronius

Mich interessiert Deine unsachliche Pöbelei nicht

dann laß mir doch einfach die ruh und fang nicht selber damit an

du bist, so wie ich das sehe, momentan einfach auf krawall gebürstet. warum auch immer

vielleicht sprichst du mich besser erst dann wieder an, wenn du dich beruhigt hast
einen gott, den es gibt, gibt es nicht (bonhoeffer)
einen gott, den es nicht gibt, braucht es nicht (petronius)
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#25
@ qilin

qilin schrieb:Welche 'vielen Religionen' haben denn Deiner Meinung nach in welchen Aspekten 'unvollständig und unsolide gearbeitet' und was konkret haben sie alle missverstanden?

In einem anderen Thread bin ich darauf eingegangen, wie das AT in einige Moralgrundsätze um Chr. Geburt zusammengefasst wurde. Wenn Du Dir die Mühe machst und den Inhalt der Bibel (den wir in der Übersetzung haben) und die Moralgrundsätze der Kirchen und des Judentum vergleichst, stehst Du vor einer gewaltigen Kluft:

Das AT hat Aussagen zu Adam und Eva, Babylonische Sprachverwirrung, Sintflut, erzählt über Patriarchen (hauptsächlich ihre Namen) etliche Morde, Kinderopferung, Schlachten, Aufruf zu Völkermord und über einen Gott, bei dem nicht so recht klar ist, ob er die Weltregierung schafft. Bei den Prinzipien offenbar nicht.

Mischna und Morallehren der Kirchen enthalten dagegen relativ friedliche Bräuche, Gesetze über Liebe und Barmherzigkeit.

Diese zwei Dinge passen nicht zusammen!
Die Grausamheit ist nicht mit Frieden vereinbar.


Du magst den Eindruck bringen, "das war AT".
Da bleibt die Mischna offen.
Die Regeln des NT sind genau so schlecht wie die im AT.
Wunder, nicht glaubwürdig, Aufforderung allen Besitz zu verlassen, Hand abhacken, Auge ausreißen, Mühlstein um den Hals, etc. Schon allein die Himmelreichsgleichnisse sind absolut unglaubwürdig. Würden sich Leute an diese Vorschriften halten, wäre das Chaos perfekt.

Um nun endlich mit einer Zusammenfassung zu Deiner Frage zu kommen:
Unsolide war, die Sprache nicht mitzuführen, mit welcher die Texte leicht verstanden werden. Unsolide war, sich an die gegen die Vernunft vertoßenden Anweisungen zu halten und nicht nachgehen, wo der Fehler sein könnte.

Statt dessen kamen sinnlose Diskussionen - Jahrhunderte!


Martin Buber:
Setze bitte die gleichen Bausteine ein wie oben.
Hätte er aus den Lehren des AT zusammengesetzt wie oben...
das Buch "Ich und Du" schreiben können?
Diese Informationen hat er zum Teil aus der anderen Schiene hergeholt und nur präsentiert was die Moralgesetze sagten. Weil er nicht ehrlich genug war (oder nicht verrückt genug sich der Welt zu stellen und mal gegen den Strich zu bürsten) kannst Du bei ihm nicht lesen was ich schreibe. Aber denken kannst Du Dir Deinen Teil.
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#26
(11-12-2010, 17:55)MaSofia schrieb:
qilin schrieb:Welche 'vielen Religionen' haben denn Deiner Meinung nach in welchen Aspekten 'unvollständig und unsolide gearbeitet' und was konkret haben sie alle missverstanden?
In einem anderen Thread bin ich darauf eingegangen, wie das AT in einige Moralgrundsätze um Chr. Geburt zusammengefasst wurde. Wenn Du Dir die Mühe machst und den Inhalt der Bibel (den wir in der Übersetzung haben) und die Moralgrundsätze der Kirchen und des Judentum vergleichst, stehst Du vor einer gewaltigen Kluft:

Diese zwei Dinge passen nicht zusammen!
Die Grausamheit ist nicht mit Frieden vereinbar.

Und das sind 'die vielen Religionen' :question:
Das ist die Relevanz für das Leben :question:
Dass zwei Dinge nicht zusammenpassen :question:

Zitat:Die Regeln des NT sind genau so schlecht wie die im AT.
Wunder, nicht glaubwürdig, Aufforderung allen Besitz zu verlassen, Hand abhacken, Auge ausreißen, Mühlstein um den Hals, etc. Schon allein die Himmelreichsgleichnisse sind absolut unglaubwürdig. Würden sich Leute an diese Vorschriften halten, wäre das Chaos perfekt.

Windhauch ist das (wie oben), Alles Windhauch... Eusa_boohoo

Zitat:Statt dessen kamen sinnlose Diskussionen - Jahrhunderte!

… und genau das ist es, was Du hier weiterführst :tard:

Buber war nicht so ehrlich und nicht so verrückt wie Du -
na, da kannst Du recht haben - zumindest zur Hälfte...

Ja, ich denke mir meinen Teil :bduh:
() qilin
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#27
(11-12-2010, 16:31)petronius schrieb: dann laß mir doch einfach die ruh und fang nicht selber damit an

du bist, so wie ich das sehe, momentan einfach auf krawall gebürstet. warum auch immer


Bin ich nicht, nein. Ich hatte von Dir nur keine Stammtischparolen erwartet. Sorry für den Ausraster.


(11-12-2010, 16:31)petronius schrieb: vielleicht sprichst du mich besser erst dann wieder an, wenn du dich beruhigt hast


Auf unsachliche Pauschalurteile reagiere ich immer so.
Aber Dich eine Weile nicht anzusprechen, ist sicher sinnvoll.
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#28
so, und jetzt bitte alle wieder friedlich und zum Thema,..
Die gefährlichste Meinung ist die Meinung der Leute, die gar keine eigene Meinung haben
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#29
Ich weiss ehrlich gesagt nicht, warum man sich hier so aufregt...

MaSofias Deutungsversuch der Genesis ist gar nicht so "untauglich"; man muss nicht unbedingt hebräisch können um die Gedankengänge nachzuvollziehen (MaSofia erklärt sie ja, die Gedankengänge...). Ich erlaube mir darauf zu verweisen, das ich in anderen Threads ja schon darauf hingewiesen habe, das man die Geschichte von Adam und Eva auch anders lesen kann: Als eine Beschreibung des Paradigmenwechsel; das "Paradies" als den gesellschaftlichen Zustand der Jäger und Sammler, Adam und Eva als deren "letzten Vertreter", dagegen Kain und Abel als Parabel zur entstehenden Kultur der Ackerbauer und Viehzüchter. Die einzelnen "Söhne" von Adam und Eva als "Propheten", die angegebenen Lebensalter als Zeitdauer der von ihnen begründeten Religionen - dann macht die überlieferte Geschichte durchaus Sinn.....

Das Problem ist eben "nur" das sowohl MaSofias Deutungsversuch als auch meine Überlegungen dazu von der "klassisch-überlieferten Lesart" so sehr abweichen, dass gerade von den Anhängern dieser klassischen Lesart schon alleine der Gedankengang als "Bedrohung" empfunden wird - obwohl es eigentlich nur daraum geht, auch anderen Spekulationen oder Deutungen Raum zu lassen.

Aber mit der Toleranz ist das ja so eine Sache: Man kann sie leicht einfordern; sie aber auch auszuüben fällt schon wenig schwerer...
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#30
Dass wir gewisse Thesen kontrovers diskutieren, bedeutet nicht, das hier jemand intolerant ist. Standpunkte sollen klar gemacht werden.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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