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Rätsel des Wirklichen
#1
Hin und wieder ergeben sich Fragen nach unserer Realität, nach der Wirklichkeit oder einfach nach dem, was wir gegenwärtig nicht wissen.

Zum Einstieg sei folgender Link empfohlen: "Die 10 größten physikalischen Rätsel unserer Zeit" (klick).

1. Anfang und Ende unseres Universums
Der Urknall ist zwar eine anerkannte Hypothese, aber sie erklärt z. B. die Homogenität der kosmischen Hintergrundstrahlung nicht befriedigend, noch sind Ursache und Ablauf hinreichend gesichert, ganz zu schweigen vom erwarteten weiteren Verlauf der Weltentwicklung.

2. Nichtlokalität und Verschränkung – die unglaubliche Welt der Quantenteilchen
In quantenphysikalischen Experimenten gemeinsam erzeugte Teilchen unterliegen gelegentlich der gleichen Wellenfunktion, auch wenn sie sich voneinander entfernen. Eine Änderung an einem dieser Teilchen hat unmittelbare Änderung an seinem Partner zur Folge, obwohl keine Datenübertragung stattgefunden haben kann.

3. Es gelingt nicht, eine befriedigende Theory of Everything zu entwerfen. Die eine Welt sollte durch eine Theorie beschrieben werden können. Bisher sind alle Versuche in dieser Richtung gescheitert.

4. Bestandteile des Universums – was wir alles nicht sehen
Hatte man früher geglaubt, die Welt bestehe aus der sichtbaren Materie (Teilchen, Gase, Planeten, Sonnen, Galaxien), den Feldern (Gravitation und magnetisch) und der Strahlung, so sind inzwischen "dunkle Materie" und "dunkle Energie" hinzu getreten, die weit mehr Masse (bzw. Energie) "auf die Waage" bringen, als die "normale Materie".

5. Dimensionen – ist das Universum multidimensional?
Die mathematische Durchdringung der Informationen über unsere Welt erfordert bei deren Unterbringung weit mehr Dimensionen, als unser normaler Raum + unser normaler Zeitablauf aufweisen. Ob die Wirklichkeit vieldimensional ist, kann im Augenblick niemand sagen. Entsprechende Experimente sind geplant.

6. Schwerkraft – die unerklärlichste der bekannten Kräfte
Die alltäglich erfahrbare Schwerkraft ist pro Teilchen dermaßen gering, dass sie im Nahbereich völlig bedeutungslos ist. Nicht so bei Galaxienkernen oder massereichen Sternenleichen. Dort übersteigt die Gravitation jegliche andere Kraft und verbiegt sowohl den Raum als auch die Zeit, soweit, dass nicht einmal Licht diesen Bereich entkommen kann.

7. Turbulenzen – nicht modellierbare Verwirbelungen
Turbulenzen sind das, was in unserer Kaffeetasse passiert, wenn wir umrühren. Ein einfach erscheinender Vorgang! Aber seine geschlossene Beschreibung widersetzt sich hartnäckig allen Versuchen. Turbulenzen finden wir beim Wetter, im Meer und im Weltall bei der Sternentstehung oder Galaxienbildung. Man weiß, dass selbst kleinste Störungen turbulente Vorgänge total verändern können. Und man hätte doch z. B. beim Wetter so gerne gewusst wie es nächsten Dienstag (oder so) ist.

8. Schwarze Löcher – geheimnisvolle Informationsvernichter?
Obwohl "schwarze Löcher" (Sterne nach ihrem "Ableben" siehe unser Lexikon (klick)) geklärt zu sein scheinen, bleiben viele Fragen offen. Denn sie scheinen thermodynamische Informationen jener Materie zu vernichten, die sie aufsaugen. Dies aber widerspricht dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik und damit einem wesentlichen Grund dafür, dass Zeit geordnet "abläuft".

9. Hochtemperatursupraleiter – Stromfluss ohne Widerstand
"Hoch" ist hier relativ. Immerhin sind das immer noch unter minus 140°C. Was man nicht versteht, wieso sich Elektronenwellen bei relativ hohen Temperaturen (dem Gewackel des Kristallgitters) ungestört ausbreiten können. Es scheint also neben der gut verstandenen Tieftemperatur-Supraleitung (hier sind es Cooper-Paare von Spin-up und Spin-down Elektronen-Wellen) noch weitere "gekoppelte Wellenfunktionen von Elektronen" zu geben, die sich von den Gitterschwingungen bei höheren Temperturen unbeeindruckt zeigen.

10. Kosmische Strahlung – unglaublich schnelle Teilchen
Kosmische Strahlung ist an sich nichts Ungewöhnliches. Allerdings gibt es unter diesen Teilchen welche mit 20-millionen-facher Energie jener Teilchen beispielsweise aus dem Sonnenwind. Würde die Energie nicht durch unsere Atmosphäre absorbiert dafür aber in unserem Körper, käme dies einem Schlag mit dem Baseballschläger gleich (bei einem einzigen mikroskopischen Teilchen!). Man spricht scherzhaft vom OMG-Teilchen - Oh, mein Gott, sind die schnell! Rätselhaft ist insbesondere, wie es diesen Teilchen gelingt ihre gewaltige Energiemenge quer durchs Universum beizubehalten. Da draußen gibt es genug Gas, dass sie auf dem Flug weitgehend abgebremst würden.

In anderem Zusammenhang habe ich gelesen, dass Elektronen jenseits einer gewissen kinetischen Energie z. B. von Wolken nicht mehr gebremst, sondern im Gegenteil beschleunigt werden. Hierfür spielt die Wellennatur von Materiestrahlung eine Rolle: Wenn nämlich die Elektronen schnell genug sind, verspüren sie den ursprünglich bremsenden Einfluss der nahezu ruhenden Gasatome als Stoß von hinten, also als eine Beschleunigung. (Die Phasenlage kehrt sich um.) In Gewittern kommt es dadurch zu Röntgenstrahlung, die eigentlich nicht auftreten sollte.

(Auswahl nach o. a. Artikel)
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#2
Netter Artikel. Ich bin auch immer noch der Auffassung, dass es viel mehr Dinge gibt, die wir nicht wissen, als solche, die wir wissen. Bei Quantenvorgaengen hoert die allgemeine Vorstellungskraft sowieso meist auf. Selbst Molekuele wie Chlorophyll sind noch fuer Ueberraschungen gut. Z.B., wenn der aus zig Chlorophyll-Molekuelen bestehende Antennenkomplex eines Reaktionszentrums in einem Photosystem von einem Photon getroffen wird, breitet sich die Erregungsenergie als Quantenwelle in alle Richtungen ueber alle Chlorophylle gleichzeitig aus, bevor sie im Reaktionszentrum zur Ladungstrennung verwendet wird, und dies dann mit nahezu 100% Effizienz. Solche Effekte sind also so alltaeglich wie faszinierend.

Was es dann umso erstaunlicher macht, wenn es zu Endlosdiskussionen ueber eigentlich sehr banale Vorgaenge wie Evolution oder Geologie kommt, die sich im Verhaeltnis zu solchen physikalischen Fragen, wie sie sich im Artikel auftun, wie klassische Mechanik verhalten. Wobei fuer mich dann noch darunter das Festklammern am Buchstaben eines alten Buches rangiert, womit ein paar Menschen vor sehr langer Zeit, mit ihrer im Vergleich zu heute noch viel beschraenkteren Einsicht, Sinn in diese Welt bringen wollten, obwohl dort eigentlich nur die Realitaet des eigenen Haushalts in das Unbekannte projiziert wurde.

Da kommt dann immer der Vorwurf, man waere als Wissenschaftler oder als Atheist nicht offen fuer andere Dinge oder Erklaerungen. Dabei ist das Gegenteil der Fall: es ist mir bewusst, dass wir diese Welt noch nicht mal ansatzweise verstanden haben und dass da noch viele Ueberraschungen auf uns zukommen koennen. Es ist nur unbefriedigend, wenn einem als Loesung die Duplizierung und Vergroesserung meiner selbst angeboten wird; das ist mir dann doch zu banal, und fuer so wichtig halte ich mich nicht.
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#3
Ich verweise in diesem Zusammenhang auf die Diskussion über Leonhard Susskind über "Realität" (hier)

@Ulan: Vielleicht erläuterst du noch, was du mit "Duplizierung und Vergroesserung meiner selbst" meinst. Hier geht es ja eigentlich darum, wie uns trotz aller Fortschritte die Realität erscheint. Vielleicht gibt es sie ja auch gar nicht, und wir jagen einem Phantom unserer Vorstellungswelt nach, so wie es beim "Ich" ja auch geschieht.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#4
Ja sicher; wer weiss, ob wir nicht alle in einer unwahrscheinlich fortgeschrittenen Computersimulation stecken, was dann die Frage nach der Unmoeglichkeit des freien Willens zwanglos beantworten wuerde. Wobei ich dann aber genau das tue, wo Du mich batst, es zu erlaeutern: unsere eigene, wenn auch einfachere, Wirklichkeit in "den Himmel" (was immer das jetzt auch genau ist) projizieren.

Ich meinte jetzt also nicht speziell Dich (Deine Gottesvorstellung ist ja eher unorthodox), sondern das, was hier im Forum in den Posts vieler Glaeubiger deutlich wird: Gott ist die Personifizierung einer altorientalischen Herrscherfigur, zugleich im uebertragenen Sinn Familienoberhaupt und Vater. Wie ein altorientalischer Despot entscheidet er, aber durchaus nach menschlichen Massstaeben. Letztlich ist das aber nichts anderes als Selbstueberhoehung, da man in so einer Vorstellung den "Vater" "versteht", und dieser im Gegenzug, als Belohnung sozusagen, einen selbst. Man setzt einen Teil seiner selbst, vielleicht so etwas wie das eigene Gewissen, als hoehere Instanz ueber sich selbst, was oberflaechlich gesehen einer Selbstverkleinerung entspricht (etwas, was von Glaeubigen gerne behauptet wird), im Endeffekt aber zutiefst narzisstisch ist, da man sich einredet, diese Projektion eines idealisierten Selbst wuerde einen lieben.

Ich hoffe, das ist jetzt so klarer.
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#5
Simulation mag sein, warum man das simulieren sollte bleibt mal offen.
In den Schriften steht ja eigentlich auch das die Menscheit als
Platz der Egötzung für einen Gott geschaffen wurde.
Soll ja auch determiniert sein, bis zum Abschalten.

Oder die Simulation verselbstständigt sich durch gegenseitige Befruchtung.

Ich fand es immer schon faszinierend wie sich neue Erkenntnisse der Physik parallel zur
Mathematik, die die neuen Werkzeuge bereitstellt, entwickelt haben, unabhängig voneinander.
Hat sich ständig ergänzt ohne direkt erkennbaren Zusammenhang.
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#6
(03-11-2014, 20:46)Ulan schrieb: da man in so einer Vorstellung den "Vater" "versteht", und dieser im Gegenzug, als Belohnung sozusagen, einen selbst. Man setzt einen Teil seiner selbst, vielleicht so etwas wie das eigene Gewissen, als hoehere Instanz ueber sich selbst, was oberflaechlich gesehen einer Selbstverkleinerung entspricht (etwas, was von Glaeubigen gerne behauptet wird), im Endeffekt aber zutiefst narzisstisch ist, da man sich einredet, diese Projektion eines idealisierten Selbst wuerde einen lieben.

Ich hoffe, das ist jetzt so klarer.

"Gott " ist ohne Zweifel ein psychologisches Phänomen. Ein Phänomen, welches aber in der Menschheitsgeschichte auch immer eine wichtige medizinisch-ganzheitliche Heil-Funktion inne hatte. Glaube, im Sinne einer optimistischen Stimmung, hat auch heute noch immer einen nachweislichen Einfluss auf unser Immunsystem. Wie das genau funktioniert, ist dann auch eines der noch nicht ganz gelösten Wirk-lichkeits-Rätsel.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#7
Ich seh da jetzt nicht wo Gotteslehre besonders optimistisch ist im Leben, eher umgekehrt.

Ein Optimist ist eigentlich untypisch für eine Leidens und Katastrohenlehre im irdischen Bereich.

Auch fühere Optimisten hätten sich wohl kaum auf psycholgisch verkaufte Sündenbefreiung
durch Ablassbriefe eingelassen.
So historisch beruht so eine Lehre mehr auf der Bekämpfung von Not und Elend ,
welches man selbst erzeugt hat.

Auch ein Rätsel, warum das noch existiert.
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#8
(03-11-2014, 21:27)Harpya schrieb: Ich seh da jetzt nicht wo Gotteslehre besonders optimistisch ist im Leben, eher umgekehrt.

Ein Optimist ist eigentlich untypisch für eine Leidens und Katastrohenlehre im irdischen Bereich.

Wahrscheinlich kommt es nicht darauf an wie DU das siehst.

Habe 18 Jahre meines Daseins als "Tastenquetscher" in einer Singgruppe für moderne Messgestaltung in der katholischen Kirche mitgewirkt. In dieser Zeit bin ich vielen Gläubigen begegnet, die ihren Glauben weniger als Last des Leiden-Müssens oder gar als Selbsterniedrigung sahen.

Aus diesen Begegnungen stammt auch meine Überzeugung, das (je)der Gott der Gläubigen, ihr ganz persönlicher Glaube ist und damit auch, dass der Gott des (vermeintlichen) Monotheismus auf Grund dessen, dass jeder Gläubige sein ganz eigene Vorstellung von ihm hat (persönlicher Gott) wohl eher ein ganz polytheistischer ist.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#9
(03-11-2014, 21:52)Geobacter schrieb: Wahrscheinlich kommt es nicht darauf an wie DU das siehst.

Habe 18 Jahre meines Daseins als "Tastenquetscher" in einer Singgruppe für moderne Messgestaltung in der katholischen Kirche mitgewirkt. In dieser Zeit bin ich vielen Gläubigen begegnet, die ihren Glauben weniger als Last des Leiden-Müssens oder gar als Selbsterniedrigung sahen.

Aus diesen Begegnungen stammt auch meine Überzeugung, das (je)der Gott der Gläubigen, ihr ganz persönlicher Glaube ist und damit auch, dass der Gott des (vermeintlichen) Monotheismus auf Grund dessen, dass jeder Gläubige sein ganz eigene Vorstellung von ihm hat (persönlicher Gott) wohl eher ein ganz polytheistischer ist.

Es kommt immer drauf an wie man das selbst sieht.
Wenn man , wie ich das aus meinem Dorf damals kenne(zugezogen)
 wird man (dort katholisch) einfach hineingeboren, kennt nichts anderes (länger her , nix Fernsehen und Internet für alle), schon in der Schule religionstechnisch geknechtet, Kirchgang Pflicht.......

Die Kinder wurden praktisch schon in Glaubenshaft genommen und ständig neu motiviert.
Kein Wunder das sich da ein Stockholm Syndrom entwickelt.
Mit genug Aufwand kann man viele dazu bringen alles toll zu finden, besonders wenn man nichts Anderes kennt
und alle das so machen. (offiziell jedenfalls, wir hatten die Apotheke,
da gibts Mittel die der Arzt gegen Geschlechtskrankeiten einkaufte, nicht zu knapp)

Sicher gabs auch Feste, Spiele und immer die netten Sachen, man schaue sich mal Kinderunterricht
von heute an mit Rollenspielen usw., aber immer zielgerichtet,
Kirche macht Spaß dann muss er Rest ja auch toll sein.
So eine Art Gehirnwäsche eben, die unbeschrieben Blätter prägen dürfte ja keiner Religion fremd sein.
Mit Speck fängt man Mäuse Icon_lol

Das Resultat ist jetzt kein grosses Rätsel.
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#10
(03-11-2014, 21:14)Geobacter schrieb: "Gott " ist ohne Zweifel ein psychologisches Phänomen. Ein Phänomen, welches aber in der Menschheitsgeschichte auch immer eine wichtige medizinisch-ganzheitliche Heil-Funktion inne hatte. Glaube, im Sinne einer optimistischen Stimmung, hat auch heute noch immer einen nachweislichen Einfluss auf unser Immunsystem. Wie das genau funktioniert, ist dann auch eines der noch nicht ganz gelösten Wirk-lichkeits-Rätsel.

Nun, ich denke, das sollte aus dem Gesagten klar sein: man fuehlt sich geliebt und oft genug auch als etwas Besseres. Das stuetzt das Ich und das eigene Wohlbefinden ungemein. H. L. Mencken hat das mal (1956), wenn auch etwas krass, so ausgedrueckt:

"God is the immemorial refuge of the incompetent, the helpless, the miserable. They find not only sanctuary in His arms, but also a kind of superiority, soothing to their macerated egos: He will set them above their betters."

Auch wenn man sich jetzt den ersten Satz nicht zu eigen machen moechte - er schliesst so manchen Glaeubigen aus - beschreibt es doch den Mechanismus ganz gut.
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#11
(03-11-2014, 22:08)Harpya schrieb: Es kommt immer drauf an wie man das selbst sieht.
Wenn man , wie ich das aus meinem Dorf damals kenne(zugezogen)
 wird man (dort katholisch) einfach hineingeboren, kennt nichts anderes (länger her , nix Fernsehen und Internet für alle), schon in der Schule religionstechnisch geknechtet, Kirchgang Pflicht.......

Klar kommt es immer "nur" darauf an, wie man "das" in Bezug zu sich selbst sieht.
Mann kann dann aber deswegen auch niemandem einen Vorwurf machen. Steht ja jedem frei, es trotzdem anders zu sehen oder sehen zu wollen.

Ich persönlich "glaube" ohnehin nicht, dass Religion und Glaube sich einstmals aus dem heraus entwickelt haben, "sich" durch Götter und ihrem übernatürlichen Wirken, unerklärliche Naturphänomene zu erklären, oder um mit diesen Göttern Machtbegirden zu erfüllen, sondern vielmehr aus dem ganz normalen Bedürfnis heraus,  die Unberechenbarkeit des Schicksals nicht gegen sich selbst und die eigenen Nachkommen herauszufordern. Was es dann zwangsläufig mit sich brachte, dass man auch seine unmittelbaren Sippen- und Stammesmitglieder dahingehend zu erziehen versuchte, um sich und seinen Liebsten nicht doch irgendwie die Rache des Schicksals aufzuhalsen, weil man mit diesen Leichtsinnigen zwangsläufig gute Beziehungen pflegen "musste".

Und es waren sicher zuerst die Frauen, die in diesem Zusammenhang, alle die Götter erfanden, welche wir heute kennen.
Die Religionen dieser Götter, bastelten sich natürlich und wie sollte es auch anders sein, die Ängste der Männer. Icon_cheesygrin
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#12
Schon so richtig, aber weltweit ist Glaube heute sehr vielfältig von Geisterreligionen, Shinto,
Naturreligionen und immer wandelbar und sicher nützlich auf dem Weg gewesen.

Die monolitisch instrumentalisierten Großreligione sind aber von Anfang an so gut wie erstarrt geblieben
und haben jeden größeren Wandel und Fortschritt unterdrückt.


Notwendig sind sie nicht,hat sich nicht ergeben, außer als Begründung für jegliche Schandtaten.

Was mir auch ein Rätsel der Wirklichkeit ist, mit welcher biblischen Begründung unsere Volksvertreter
sich die Aufhebung der Abgeltungssteuer für Zinserträge für Kirchen haben abhandeln lassen.
Welche Blindfische waren da den wieder unterwegs.

Die Frauen dürften die Götter eher nicht erfunden haben, das dürften die Männer
als Begründung für Unmündigkeit und Überlegenheit gewesen sein.

Ich verlass mich da lieber auf Wissenschaft mit der Erkenntnis das alles im Wandel eines
sich entwickelnden Intellekts ist, statt auf eine lehmgegründete Wahrheit
der steinalten Patriarchatslehren die in sich auch nicht stimmig sind.

Die Mayas haben da gefallen, Mensch aus Lehm wren nur der erste Versuch, zu bröckelig.
Das Endresultat wurde aus organischem Material geschaffen.
Ansonsten quasi analog zu Schöpfung, woher kannten die biblischen das eigentlich.

Dann erübrigt sich auch die ganze Diskussion wie man Leben aus anorganischem Schaffen kann.
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#13
Es ist doch offenbar so, dass Leben und Evolution gar nicht so rätselhaft erscheinen wie gewisse Fragen der Kosmologie oder der Komplexität. Gleichwohl driftet die Diskussion schon wieder in Richtung Weltsicht, ein rein gesellschaftliches Phänomen, das m. E. gut verstanden ist. (Dass es dort massive Interessenskonflikte gibt, räume ich gerne ein - aber btte nicht in wirklich jedem Diskussionsfaden!!)
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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#14
Liegt auch daran dass viele kosmologische Fragen eher als hypothetische Theorem vorliegen, denn als wirkliche Beobachtungen.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
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#15
(04-11-2014, 21:23)Ekkard schrieb: Es ist doch offenbar so, dass Leben und Evolution gar nicht so rätselhaft erscheinen wie gewisse Fragen der Kosmologie oder der Komplexität.

Nur was sollen wir ueber Kosmologie diskutieren? Modelle, die derzeit in Mode sind? Ich bin mir, wie gesagt, dessen bewusst, dass ich da nichts weiss. Ich verspuere allerdings auch nicht das Beduerfnis, diese Luecke mit dem Konzept "Gott" zu fuellen, und zwar nicht, weil ich die Frage prinzipiell uninteressant finde - ganz im Gegenteil - sondern weil mir der Ansatz fehlt. Wo soll man da anfangen? Wie soll man sich, sagen wir, einen fuenfzehndimensionalen Raum (im weiteren Sinne) vorstellen, wenn nicht abstrakt mathematisch? Wohin fuehrt das?

Das ist jetzt meine Begruendung, warum ich da nicht viel beitragen werde. Die meisten der Glaeubigen hier haben ihre eigenen, und das war eigentlich der Hauptgrund, warum ich auf diese ausgelatschten Pfade zurueckgekommen bin, weil die Gottesvorstellungen, die hier im allgemeinen ventiliert werden, ebenfalls vollkommen an diesem Problem, das Du hier ansprichst, vorbeirauschen.
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