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IS: Warum ziehen junge Europäer in den Krieg?
#1
Der Islamische Staat: Warum ziehen junge Europäer und Europäerinnen in den Krieg nach Syrien?

Das ist eine Frage, die mich nachdem ich einige Bücher über den IS gelesen habe schon länger beschäftigt: Wie kommt es dazu, dass vor allem junge Europäer, die bis dato nicht gläubig und nicht extrem waren, den Islam annehmen und bereits nach kurzer Kontaktzeit mit dem IS und dessen Netzwerk auf eigene Faust nach Syrien reisen und dort kämpfen oder sich verheiraten lassen? Ist euch ein solcher Fall bekannt? Wie kann sowas in einer angeblich modernen, aufgeklärten Welt zustande kommen und wie kommt es, dass ein Netzwerk wie youtube vom IS für Propaganda genutzt wird, aber anscheinend keine Maßnahmen vom Staat dagegen in Gang gebracht werden?
Was könnte und sollte man eurer Meinung nach tun um gerade Jugendliche aufzuklären was der IS wirklich tut und erreichen will und wie könnten Maßnahmen zur Prävention aussehen?

Bücher zum Thema:

"Zum Töten Bereit - Warum deutsche Jugendliche in den Dschihad ziehen" von Lamya Kaddor
"Undercover-Dschihadistin: Wie ich das Rekrutierungsnetzwerk des Islamischen Staats ausspionierte" von Anna Erelle

Youtube Reportage:

ZDF "Deutsche Kinder im Dschihad" ww.youtube.com/watch?v=-9G9VvfLl9c
Gruß
Motte

#2
(03-08-2015, 10:11)Geobacter schrieb: Das Phänomen nennt man in der Psychoanalyse "Anomie" und Anomie ist wohl auf ein (noch) fehlendes Identitätsbewusstsein vieler junger Menschen zurückzuführen, wenn  die gesellschaftliche Werteidentifikation ihres Umfeldes sich im  Umbruch befindet (alte Wertehierachien sich auflösen und neue aneinander zerren) - und dann solche Menschen, die ihre eigene Position in diese Welt noch nicht gefunden haben  sich im "seelischen" Niemandsland verirren.

Die Schuld liegt also nicht wirklich bei diesen Menschen selbst, sondern wiedermal bei den Ideologen des Idealismus, die eben jedem den Schuh anziehen wollen, der ihnen selbst am besten passt.
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
#3
(03-08-2015, 09:45)Schmettermotte schrieb: [...] Wie kommt es dazu, dass vor allem junge Europäer, die bis dato nicht gläubig und nicht extrem waren, den Islam annehmen und bereits nach kurzer Kontaktzeit mit dem IS und dessen Netzwerk auf eigene Faust nach Syrien reisen und dort kämpfen oder sich verheiraten lassen? [...]

Der Islam kann ihnen etwas bieten, was ihnen der entleerte, nihilistische und dekadente Westen nicht geben kann: Sinn. Einen Sinn des Lebens. Das ist der Grund.
#4
Und welcher Sinn ist das deiner Meinung nach? Auch solchen Jugendlichen ist dank der Medien ja klar, dass sie dorthin zum kämpfen und letztendlich zum sterben ziehen sollen.
Gruß
Motte

#5
Ich denke, Schmied und Geobacter haben Recht. Der Sinn ist, sich im Kampf für eine "bessere Welt" zu bewähren. "Die Sache" muss ernst sein, am besten todernst. Du haste eine Aufgabe und dir wird klar (gemacht), dass deine Welt die Falsche ist: gottlos, letztlich sinnlos, dem allmählichen Untergang geweiht: Du machst, was andere dir vorgeben werden und wofür dir bestenfalls ein Bisschen Lebensunterhalt gewährt wird. Du bist nichts und wirst nichts und niemand nimmt Notiz von dir. Und nun kommt eine Gruppe daher, die dir eine Bedeutung verspricht!
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
#6
hatte ich jetzt nicht ganz so gemeint!!

Das Problem der "Anomie" ist zwar ein gesellschaftliches, aber nur für psychisch labile Ausnahmen. Wie sie häufig auch in der Phase der menschlichen Pubertät in Erscheinung treten und das hat überhaupt nichts mit einem Fehlen gesellschaftlicher Werte zu tun haben, sondern mit einem gegeneinander konkurierenden Überangebot an Werten der Sinngebung.

Demokratie ist eine Landschaft, der sich besonders die Partisanen ihrer Ideologien gut anpassen und sich dann wie gefährliche Bazillen in jedem öffentlichen "Scheißhaus" überall dort einnisten, wo man mit dem Putzlappen nicht so ganz richtig "ran kommt", um dann bei der geringsten Nachlässigkeit des zuständigen Personals sofort und verheerend zuzuschlagen, wenn unser Immunsystem, mal nicht ganz auf "Vordermann" ist.

Die endlosen Kolonien von Scheiß-Helden der Ideologschen Psychoneurotika sind das Problem.
Die Krämer des Glaubens, der Esoterik, der weltverbessernden Heilsleheren.. und vor allem unsere ignorante Toleranz..
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
#7
(03-08-2015, 15:58)Schmied schrieb: Der Islam kann ihnen etwas bieten, was ihnen der entleerte, nihilistische und dekadente Westen nicht geben kann: Sinn. Einen Sinn des Lebens. Das ist der Grund.
Was ist denn hier "entleert und dekadent " ?
Sinn des Lebens muss man sich anhand der einmaligen Möglichkeiten schon selbst schaffen.
Beispiele gibts genug.
Wenn der Sinn des Lebens nur fremdbestimmt erfahrbar ist kann man sich ja gleich in Sklaverei begeben.

Als wenn die Zuwendung zu bestimmten Gruppen nur die gleiche Ursachen hätte.
Ein davon ist sicherlich das hier noch jeder auf der Strasse verbreiten kann wenn er will.
Zb. die Liesstände die des "anfixens" dienen und Interessierte dann weiterreichen.
Frau Kaddor hat da auch nur die üblichen, bei ihr erfolglosen Schuldzuweisungen anzubieten.
*http://www.br.de/radio/bayern2/politik/radiowelt/lamya-kaddor-islamwissenschaftlerin-junge-deutsche-dschihad100.html
"Wir haben versagt", wer ist wir.
Argumente das übliche was man auf jeden Auffälligen projizieren kann.
- ausgegrenzt, Freizeitangebote fehlen, Gastarbeitergeneration, falsche Bekannte, falscher Ort,
fehlende Anerkennung von Muslimen, die Rekrutierer helfen bei Hausaufgaben und sonstige Platitüden.

Die Frau wird ja in der Letzten Zeit durch jede Talkshow getrieben ,
hat aber nur akademisch , Oberlehrerhafte Aussagen.
Sie kämpft mehr um Anerkennung des Isam, da stellt sich immer die Frage welcher.
Zu meinen Zeiten hat sich keiner aufgeregt wenn einer zur Fremdenlegion ging,
wie viele, auch entwurzelte NVA Soldaten oder ganz einfach Abenteurer.
Ein Großteil des IS besteht aus Söldner, gut bezahlt für die ´Verhältnisse da.

Die Praktibilität bleibt da auch auf der Strecke. Gehen wir mal von den behaupteten
10-12 000 Salafisten aus. so 700 sollen weg sein, na das ist doch eine gute Quote wieviele
hiergeblieben sind. Wenn das bei anderen Straftätern auch so hoch wäre, die nicht rückfällig werden.
Das Internet und dessen Zensur wünsche ich mir nicht, es wäre sinnlos und würde viele beeinträchtigen.
Die meisten meinen anscheinend das www. das Internet ist, nie was vom Darknet gehört, Gopher , usenet etc.
Auf seinem Heim-PC einen eigenen Webserver aufzusetzen ist gerade mal ein 100 Zeilen Programm was
die elementaren Funktione leistet. Wer will das überwachen in geschlossenen Gruppen und VPN.

EIne völlig losgelöste Radikalisierung im privaten Bereich wird man nie verhindern.
Auch lese ich nie das zb "Dabiq" erwähnt wird, das Hauptradikalisierungsmedium, nach der ersten Phase.
Da lässt man einen Abou Nagie in Schulen der Kindern die Hölle als Ungläubiger nahebringt und das sie sich von Ihren Eltern trennen müssen wenn sie gegen ihn reden .

Auch die Moscheen werden wenig beachtet, Ebrahim B. der gerade vor Gericht steht und ausgesagt hat ist in einer Wolfsburger DITIB Moschee mit mindestens 10 Anderen endgültig radikalisiert worden. Der Prediger ist heute Scharia Richter beim IS.
Nach seiner Aussage und den schon bekannten Tatsachen war er persönlich völlig am Ende, Drogen, Alkohol
.
Ersagt er wäre in seinem Zustand mit jedem mitgegangen der in dem Moment längs gekommen wäre, Pfadpfinder, Ku-Klux Clan, Salafisten oder sonstwas.
DITIB ist der große türkische Verband, Mayzek dürfte bekannt sein.
Auch das man die muslimischen Teilnehmer an der Mahnwache für Charlie praktisch gegen Geld hintragen musste.

Aber in Kürze, warum die Leute in eine ungewisse Zukunft laufen.
Weil man die Anwerber trotz einer , seit mehreren Jahren bekannte Sytematik, nicht behelligt.
Vertrauensvorschuss ist bei Muslimen völlig angebracht.
Man kann ja den Koran mal lesen.
#8
(03-08-2015, 19:53)Harpya schrieb:
(03-08-2015, 15:58)Schmied schrieb: Der Islam kann ihnen etwas bieten, was ihnen der entleerte, nihilistische und dekadente Westen nicht geben kann: Sinn. Einen Sinn des Lebens. Das ist der Grund.
Was ist denn hier "entleert und dekadent " ?
Sinn des Lebens muss man sich anhand der einmaligen Möglichkeiten schon selbst schaffen.
Beispiele gibts genug.
Wenn der Sinn des Lebens nur fremdbestimmt erfahrbar ist kann man sich ja gleich in Sklaverei begeben.

Ist genau das was diese Menschen suchen.

Fremdbestimmung - Auserwähltsein.. und natürlich nicht die andere Seite davon, die meist sehr hässliche.
Sondern diese Seite der Fremdbestimmung, nach der man/frau sich auch sehnt, bis man dann oft merkt, dass Liebe ganz schön blind machen macht...
Die ideale Seite der Fremdbestimmung bedeutet eben, nicht selbst für sich verantwortliche sein zu müssen, sondern es dem Geliebten, dem Propheten, Gott so recht machen zu wollen, um sich nicht selbst zu verwählen..
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
#9
(03-08-2015, 16:29)Ekkard schrieb: Ich denke, Schmied und Geobacter haben Recht. Der Sinn ist, sich im Kampf für eine "bessere Welt" zu bewähren. "Die Sache" muss ernst sein, am besten todernst. Du haste eine Aufgabe und dir wird klar (gemacht), dass deine Welt die Falsche ist: gottlos, letztlich sinnlos, dem allmählichen Untergang geweiht: Du machst, was andere dir vorgeben werden und wofür dir bestenfalls ein Bisschen Lebensunterhalt gewährt wird. Du bist nichts und wirst nichts und niemand nimmt Notiz von dir. Und nun kommt eine Gruppe daher, die dir eine Bedeutung verspricht!
Willkommen beim USMC, oh sorry hier geht es ja um das Böse^^. Ob nun IS, USMC, Neonazis es ist doch immer sehr ähnlich aber nicht neu. Underdogs, sozial Benachteiligte
als Speerspitze ein paar intellektuelle.
Nur jetzt dreht es sich halt im Zeitalter der Globalisierung und weltweiter Vernetzung inkl. one way ticket für einen Appel und nen Ei.
IS bietet exakt das was der Führer geboten hat. Harte Führung mit klaren Regeln und klaren Feindbildern, welche dann selbstredend für alles die Schuld tragen.
Ach Abenteuerlust, unsere westliche "Bildung", american way of life und die sinnfreie Überflutung mit Brutalität trägt ihr übriges bei.
Nun wenn der dekadente Westen, teile sind schwerst dekadent und das Ende unserer (westlichen) Hochkulturen ist mMn. bereits eingeläutet, am allem die Schuld trägt ist die IS das Gute.
Sind wir wirklich in allem so überlegen?
Alle großen Kriege gingen von westlichen Staaten aus und dazu noch WWII, Vietnam, Korea, Irak I+II von westlichen Demokratien ohne die Stellvertreter Kriege.
Wir sind die Guten?
#10
(03-08-2015, 20:42)Smiler schrieb: Alle großen Kriege gingen von westlichen Staaten aus und dazu noch WWII, Vietnam, Korea, Irak I+II von westlichen Demokratien ohne die Stellvertreter Kriege.
Wir sind die Guten?
Du meinst sicher die reconqista von Spanien, der Aufstand der Griechen und anderer Balkanländer,
die Kämpfe um die Abschaffung des osmanischen Reiches das ganz friedlich erbetet wurde, die fehlgeschlagen Überrrennung durch Nordkoreaner die bis auf eine winzige Bastion fast gelungen wäre und später die Unterstützung von 400 000 chinesischen Soldaten beeinhielt. Die Tustsi und Hutsi Massaker vor wenigen Jahren mit 1 Mio. Toten.
Maos Langer Marsch war auch nicht ohne, aber da hat ja Lichtenstein angefangen.
Die Säuberungen Stalins waren ja eher marginal.
Die Eroberung der riesigen Reiche der Inkas und Mayas wurden sicher auch erbetet.
Die Tartaren die von der Mongolei bis mitten in Europa und Bagdad alles unterworfen haben wurde sicher von Island angestiftet.

Im Verhältnis zur Bevölkerung waren die Opfer islamischer Kriege weit grausamer,
die jahrhundertelange Versklavung mal garnicht mitgerechnet.
Worin sich die Christen im Mittelmeerraum auch großzügig beteiligt haben.
Auch heute will man Menschen dem Willen eines Gottes unterwerfen, es wurde befohlen ihm zu dienen.

Diese Aufzählerei ist herzlich überflüsssig, heute zählt, wenn mein Urururahn sich irgendwo ausgelebt , wie auch immer,
ist das nicht mein Problem.

Ach ja, sind die westlichen Werte nicht christlich ?
#11
(03-08-2015, 20:42)Smiler schrieb: Alle großen Kriege gingen von westlichen Staaten aus und dazu noch WWII, Vietnam, Korea, Irak I+II von westlichen Demokratien ohne die Stellvertreter Kriege.
Wir sind die Guten?
Warum sind wir nicht die Guten? Alle wollen zu uns, aber alle möchten immer nur das Beste von uns.
Ist nicht das das eigentliche Problem?
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
#12
Statt Bücher über die theoretisch oder aktuellen Gründe
aus der theologisch, sozialkritisch, psychologischen
Ecke, tiefschürfender Islamwissentschaftler für bare Münze zu nehmen
lohnt sich mal ein Blick auf die communities, die diese Leute
und das Umfeld der Radikalisierung schon Jahre hautnah im
aktuellen Leben beochachten und den Behörden schon viele Vorgänge
gemeldet haben, die zu Massnahmen führten.
zB. *https://clarimonde2.wordpress.com/
*boxvogel.blogspot.de
als auch die islamische blog/facebook szene.
Das wahre Leben ist näher dran als jede Theorie,
inkl. Spendenwesen Ansareer etc.
Dabiq lesen ist auch recht hilfreich.

MemriTv zeigt eine sehenswerte Auswahl der arabischen Nachrichtenszene, Diskussionen,
Aufrufe usw. der arabischen Welt, vieles ist für uns nicht zu fassen.
*https://www.youtube.com/watch?v=UVOOKhBIAkI (1:42)
#13
(03-08-2015, 21:40)Geobacter schrieb: Warum sind wir nicht die Guten? Alle wollen zu uns, aber alle möchten immer nur das Beste von uns.
Natürlich unseren Reichtum!

(03-08-2015, 21:40)Geobacter schrieb: Ist nicht das das eigentliche Problem?
Ja schon, aber ich bin mir da nicht sicher. Denn zuerst soll ja "alles zerstört" werden. Dann sollen wir alle Muslime werden. Und dann wird alles besser.

Wenn ich mir die Gemengelage vor den Kriegen ansehe, dann ist nie etwas besser, sondern nur anders geworden. Meist war es nur die Fortschreibung der Gemengelage. Keine wie immer geartete Ideologie ("die Sache", "der Sinn") vermag das "Fresschen", die Kleidung zu produzieren oder das Wasser herbei zu schaffen. Die Ideologie ist nur gut für die Moblilisierung der Massen. Wenn der Krieg zuende geht, köpft man am besten die Kämpfer. Sie taugen nichts für die zivile Gesellschaft, in der man Pragmatiker und keine verbohrten Ideologen braucht.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
#14
(03-08-2015, 22:15)Und davor sollten wir uns fürchtenEkkard schrieb: Wenn ich mir die Gemengelage vor den Kriegen ansehe, dann ist nie etwas besser, sondern nur anders geworden. Meist war es nur die Fortschreibung der Gemengelage. Keine wie immer geartete Ideologie ("die Sache", "der Sinn") vermag das "Fresschen", die Kleidung zu produzieren oder das Wasser herbei zu schaffen. Die Ideologie ist nur gut für die Moblilisierung der Massen. Wenn der Krieg zuende geht, köpft man am besten die Kämpfer. Sie taugen nichts für die zivile Gesellschaft, in der man Pragmatiker und keine verbohrten Ideologen braucht.

Und doch ist es erstaunlich, dass wir viele technische Errungenschaften, die heute im wesentlichen unsere sogenannte zivilisierte Welt ausmachen, den großen Kriegen verdanken.
Sogar das Penicillin hätte noch viele Jahre darauf warten müssen, bis es auch massentauglich zur Anwendung gekommen wäre.
Europa ist heute eines der am dichtesten bevölkerten Gegenden der Welt. 
Es leben sehr viele Menschen hier auf relativ engem Raum.
Und sehr viele Menschen bedeuten auch sehr viel  kreatives Potential.. auf engem Raum.
Wenn diese kreative Potential dann nicht umgesetzt werden kann/darf, weil zu wenig Platz da ist, oder weil alte Ideologien das Territorium dominieren, dann sucht sich dieses kreative (s)ein Ventil..

Vielleicht verstehen wir jetzt ein bisschen leichter, warum immer schon so viele Menschen freiwillig in den Krieg geszogen sind..
Ich habe überhaupt nichts gegen Gläubige, es sei denn, sie behaupten, die Würde des Menschen hinge alleine vom Glauben an einen Gott  ab.
#15
Vielleicht wäre es auch empfehlenswert, sich Literatur zum IS zu besorgen. Denn der IS ist nicht von Ungefähr entstanden. Z. B. "Der Islamische Staat: Anatomie des Neuen Kalifats", von Olivier Hanne und Thomas Flichy de la Neuville (Frankreich). Das beantwortet zwar die Threadfrage nicht, zeigt aber Struktur und Interessenlage auf. Die verworrene Geschichte könnte nämlich auch Idealisten dazu verführen, den "Opfern" helfen zu wollen.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard


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