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Studenten leugnen ET
#16
(19-03-2017, 09:18)Adamea schrieb: In meiner Aussage habe ich nur unter den Bewerbern verglichen!
Bei dem einen Schüler sind die Noten nicht 100%, und beim anderen ist das Gedankengut nicht 100%.


Genau so hat der Onkel Adolf auch geredet
Und 1600 km östlich von Berlin der Genosse Stalin ebenso . . .
Und in den schattigen Olivenhainen von Rom der Duce Mussolini auch
In Japan war es auch nicht besser, und in China hatte der Größte Vorsitzende aller Zeiten auch solche plausiblen Anwandlungen
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#17
Pflichtschülern dann mit 14 den Übertritt in eine Höhere Schule zu ermöglichen, ist Selektion
Wie Du ja schreibst, nicht genug freie Plätze
Und eine Fabrik braucht nun mal 20 Chefs und 1980 Arbeiter und nicht 2000 Chefs . . . Icon_cheesygrin

Nun gibt es meines Wissens drei Möglichkeiten:

1.)  Herkunft
2.)  Noten
3.)  Gedankengut

Für mich ist Nr 1 die sinnvollste und humanste
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#18
(19-03-2017, 09:18)Adamea schrieb:
(06-03-2017, 20:40)Sinai schrieb:
(01-03-2017, 10:33)Adamea schrieb: ...dass ich es schon für sehr bedenklich halte, dass ein Mensch eine höhere Schulbilduldung bekommt, obwohl er an so einen Unfug glaubt, und ein Schüler der vernünftig denkt aber leider nicht den richtigen Notenschlüssel hat, der höhere Bildungsweg verschlossen bleibt.
Eine sehr gefährliche Idee hast Du da!
Wenn Du Schülern wegen ihrer Weltanschauung den höheren Bildungsweg verwehrst, dann hast Du den Bürgerkrieg

Das habe ich nicht!
Soweit ich weiß, muß sich ein Schüler einen Studienplatz erwerben, und irgendwann sind die Lehrsäle voll.
In meiner Aussage habe ich nur unter den Bewerbern verglichen!
Bei dem einen Schüler sind die Noten nicht 100%, und beim anderen ist das Gedankengut nicht 100%.
Der der die besseren Noten hat bekommt den Studienplatz.
Der der die bessere Einstellung hat, bekommt ihn nicht.
Wem würdest du lieber den Platz geben?
Noten sind m.E. sehr oft ein Glücksspiel und zeigen nicht immer die wahre Qualifikation.
Die Schüler werden nur nach Zeugnissen bewertet. Oder?
Nicht aufregen aber Orwells 84 haben wir zum Glück nicht, weder eine geistige Gesinnugsprüfung noch Gedankenkontrolle.
In der Realität schützt das Bildungsbürgertum lediglich seine Pfründe für seine Nachkommen durch künstliche Verknappung der Hochschulzugänge.
Die US Mär vom Tellerwäscher zum Millionär hat sein Äquivalent bei uns halt in den gleichen Bildungschancen.
Dieser Protektionismus fällt aber nun langsam allen Industriestaaten auf die Füße. Nun braucht man in vielen Bereichen deutlich mehr höher gebildete, die wir nicht haben, und dank fehlender Fressfeinde, hungriger Konkurrenten aus dem Proletariat, sind genügend der heute akademisch ausgebildeten Kräfte in der freien Natur, Wirtschaft, nicht überlebensfähig. Inzucht zeigt irgendwann immer seine Auswirkungen ob nun biologische Inzucht, technologisch oder eben in der Bildung.
Dazu die Überheblichkeit Wissen mit Intelligenz zu verwechseln.
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#19
(06-03-2017, 15:01)Gundi schrieb:
(01-03-2017, 10:33)Adamea schrieb: ...Mensch immer mehr davon abhängig ...an kompetente Menschen zu geraden.
Dennoch sollte er sich immer auch sein eigenes Urteil bilden. ...Fachgebiet...macht...nicht automatisch kompetent...in anderen Gebieten.
...was...einbilden; in Wahrheit aber Fachidioten sind und vom Rest der Welt nicht mehr Ahnung haben als andere Leute.
Wichtig ist es imho hauptsächlich, dass man interessiert ist bzw. bleibt und sich nicht auf irgendetwas dauerhaft ausruht.
Ja so ist es, aber....
Ich wollte nur sagen, dass dies immer schwerer wird in einer Welt wo so viel Information vorhanden ist UND zudem auch immer mehr Fehlinformation.
Ein Mensch der in einem einfachen Handwerk arbeitet, hat noch weniger Wissen als jemand der beruflich sowieso mit Fachwissen zu tun hat.
Nichteinmal ein PC hat alles Wissen auf einer Festplatte (im Hirn).

Ein einfacher Mensch hat zudem, wie jeder Wissenschaftler, seinen zeiteinfordernden Alltag und somit im Gesammtblick viel weniger Zeit in seinem Leben um Wissen anzueignen.
Der einfache Mensch ist definitiv in der schlechteren Lage, daher ist es m.E. hier unverschämt einen Wissenstand zu verlangen!
Kein arbeitender Normalbürger hat die Zeit sich richtig zu Informieren!
Kein Mensch kann rund um die Uhr und täglich, seine Gedanken auf anspruchsvolle Dinge ausrichten.
JEDES Gehirn braucht auch mal Freizeit, also etwas das Spaß macht und sozusagen auf ihn einrieselt.

Sich zu Informieren bedingt nicht nur Zeit, das Wissen muß auch verstanden und behalten werden können.
InformationsZeit + BedenkZeit/ÜberlegungsZeit + Erinnerungsvermögen/HaltbarkeitsZeit.
Die Zeit.

Wo ist z.B. ein Hinweis/Verzeichnis, für alle seriösen Informationsquellen in denen mit Sicherheit nur die zu 100% wissenschaftlich bestätigt und geprüfte Informationen stehen?

Die meisten Mensch haben heute einen Emailanbieter, da wäre es doch ein leichtes, wenn bei allen Anbietern ein Link zur besten Information gäbe.
Dann wäre zumindest die elendige zeitaufwendige Sucherei weg.
Ich habe keine Lust über das Internet nach Infornation zu suchen, weil ich zu oft durch zu viel Müll muß um das wesentliche was ich wissen will zu finden.

Im allgemeinen zum Weltgeschehen vertraue ich meinen Lieblingsradiosender. Das bedeutet, die Medien müssen klar, ehrlich und korrekt arbeiten.
Zu den vielen Informationen auf der Welt, denke ich selber nach, vergleiche sie mit dem mir bekannten und bin oft kritisch weil ich vieles nun mal nicht überprüfen kann.
Ich informiere mich über die Dinge die mich interessieren.
Über die Dinge die ich nicht verstehen und verändern kann weil ich die Zusammenhänge niemals überblicken kann, egal wie viel hochqualifizierte Information ich sammle, behalte ich mir eine Meinungsoffenheit.
Ich kann mir eine Meinung bilden muss aber nicht.
Ich muß nicht zu allem einen Meinung und ein Wissen haben um mein Leben leben zu können.
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#20
(19-03-2017, 10:00)Smiler schrieb: In der Realität schützt das Bildungsbürgertum lediglich seine Pfründe für seine Nachkommen durch künstliche Verknappung der Hochschulzugänge.

Na und ?

Dann versuch einmal einem Bauern das automatische Recht streitig zu machen, daß sein Sohn wieder Bauer wird.
Und nicht Lohnarbeiter
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#21
(19-03-2017, 09:34)Sinai schrieb:
(19-03-2017, 09:18)Adamea schrieb: In meiner Aussage habe ich nur unter den Bewerbern verglichen!
Bei dem einen Schüler sind die Noten nicht 100%, und beim anderen ist das Gedankengut nicht 100%.
Genau so hat der Onkel Adolf auch geredet.

Willst du nun alle Worte die Adolf verwendet hat aus dem Gebrauch streichen?
Willst du nun alle Gruppierungen, Vereine und sonstige Einsortierungen die ein bestimmtes "so sein" verlangen verbieten?

Gerade weil nur nach Noten sortiert wird, ist diese Sortierung "Notenrassistisch".
Du kannst damit aufhören meine Worte des öfteren mit denen von Adolf zu vergleichen, wenn ich über etwas nachdenke und mir eine Meinung bilde, hat meine Überlegung nichts mit dem Denken Adolf zu tun!
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#22
(19-03-2017, 10:18)Sinai schrieb: Dann versuch einmal einem Bauern das automatische Recht streitig zu machen, daß sein Sohn wieder Bauer wird.
Und nicht Lohnarbeiter

Ein Bauer besitzt einen eigenen Betrieb der weiter vererbt werden kann.
Ein Bildungsweg ist in diesem sinne, ein Betrieb den alle Kinder jedes Bürgers erben können. Alle Staatskinder sind "Erben".

Ein Bauer der mehrere Söhne hat, kann seinen Betrieb auch nicht immer auf alle seine Kinder aufteilen, wenn der Betrieb zu klein ist.
Auch da muß der Bauer einen Sohn auswählen.
Am besten nimmt man den der das wahre Interesse am Betrieb hat, und nicht den der im Betrieb nur das Vermögen sieht.
Die Arbeit soll und muß dem Kind gefallen, nur so macht ein Erbe wahrhaftig SINN.
Die anderen Kinder können das nur verstehen wenn sie vernünftig sind.
Die vernüftige Auswahl und die vernünftige Einsicht.


Der Unterschied ist, dass ein Bildungsweg eine Möglichkeit für alle ist. Er ist nicht der eigene Betrieb für einzelne.
Darum dürfen nicht nur bestimmte Kinder ein "BildungsErbrecht" haben.
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#23
(19-03-2017, 09:48)Sinai schrieb: Und eine Fabrik braucht nun mal 20 Chefs und 1980 Arbeiter und nicht 2000 Chefs . . . Icon_cheesygrin
Nun gibt es meines Wissens drei Möglichkeiten:
1.)  Herkunft
2.)  Noten
3.)  Gedankengut
Für mich ist Nr 1 die sinnvollste und humanste
Ah, du verstehst die 3! Icon_cheesygrin Eusa_dance Occasion14 Eusa_clap
Die besten und sinnvollsten ist es, wenn du alle 3 Faktoren zusammen berücksichtigst. Alle 3 sind 1 Kriterium
Das Kind muß am richtigen Ort/Schule sein. (Herkunft, und spätere Berufsstellenchancen)
Das Kind muß geeignet/fähig sein. (Noten, Fähigkeiten, Leistungskraft)
Das Kind muß ein wahres eigenes Interesse am Lehrfach haben. (Gedankengut, innere Einstellung)

Weiter Überlegungen (und ein kleiner evtl.etwas derber aber bildlicher Scherz):
Ein Ort muß erreichbar für das Kind sein. Die Herkunft bedeutet auch das ein Weg zu begehen ist. Die Erreichbarkeit. Die Realität.
(Du kannst keine arbeitslosgewordene Nonne in den Puff stecken und dann noch erwarten dass sie hohe Fahrtkosten in kauf nimmt.) Tard

Eine Fähigkeit muß gebraucht werden und einen Nutzen haben. Noten auf Wissen das sich nicht benutzen läßt nützt nichts für die Zukunft.
Eine wertvolle, liebende, gemeinschaftssinntragende Einstellung ist zu jeder Zeit das Nützlichste für die Welt. Das Gedankengut bestimmt die Zukunft.

Wenn dann noch Platz für andere, die nur in 2 Kategorien eine Eignung zeigen, ist, dann kannste denen ja auch noch eine Chance geben.
Eine Auswahl, eine Kategoriesierung, eine Sortierung, eine Hierarchie, Stufen, Grade usw. wird es immer geben.
Im gewissen sinne ist das ganze Leben "rassistisch".
Irgendwie "Sortierisch kategorisch rassistisch". Die Welt ist immer mit "Adol Fischtischen" bestückt. Tard

LG
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#24
(19-03-2017, 10:00)Smiler schrieb: Nicht aufregen aber Orwells 84 haben wir zum Glück nicht, weder eine geistige Gesinnugsprüfung noch Gedankenkontrolle.

Dazu die Überheblichkeit Wissen mit Intelligenz zu verwechseln.

Eine geistige Gesinnungsprüfung ist m.E. in manchen Bereichen bereits notwendig.
Das Führungszeugnis ist ein Beispiel dafür.
Die Menschenliebe ist es in Pflegeberufen.
Alle Menschen gleichwertig zu sehen, ist eigendlich in jeden Beruf notwendig.

Sicherlich kann die Menschenliebe keine Bedingung sein, damit würde man sonst zum "Mörder" des eigenem Wertedenken werden.

Das darf man ruhig öfter lesen: "Dazu die Überheblichkeit Wissen mit Intelligenz zu verwechseln."

Danke, Bussi
Heart
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#25
(19-03-2017, 10:00)Smiler schrieb: Nicht aufregen aber Orwells 84 haben wir zum Glück nicht, weder eine geistige Gesinnugsprüfung noch Gedankenkontrolle.
In der Realität schützt das Bildungsbürgertum lediglich seine Pfründe für seine Nachkommen durch künstliche Verknappung der Hochschulzugänge.

Von künstlicher Verknappung kann ich nichts erkennen. Viel mehr ist es so, dass immer mehr Leute eines Studienganges ein Studium anstreben und die Kapazitäten in einigen Studiengängen schlicht erschöpft sind.
Selbst in den Nischenfächern erlebt man einen enormen Anstieg der Studienanfänger.

(19-03-2017, 10:00)Smiler schrieb: Nun braucht man in vielen Bereichen deutlich mehr höher gebildete, die wir nicht haben,

Doch, in vielen Bereichen haben wir die sehr wohl. Der jahrelang propagierte Fachkräftemangel (den es so in vielen Branchen gar nicht gab) hat dazu geführt, dass es nun haufenweise Akademiker gibt, die für lächerlichen Lohn arbeiten gehen. Denn in einigen Branchen ist die Konkurenz an Absolventen so groß, dass die Firmen gute lLeute für billiges Geld einstellen können.
Und genau das war doch auch gewollt. Fachkräfte für wenig Geld. Akademiker die froh sind irgendeinen Job zu bekommen und daher alles mit sich machen lassen. Das zeigt sich sowohl in der Wirtschaft aber auch im Wissenschaftsbetrieb, wo der komplette Mittelbau nur noch von kurzzeitig befristeten Doktoranden und PostDocsgetragen wird.
Und auch das Handwerk bleibt dabei auf der Strecke, denn überall wird propagiert, man bräuchte einen Hochschulabschluss um etwas aus sich machen zu können. Mittlerweile sind einige Teile des Handwerks dringend auf der Suche nach fähigen Leuten und finden keine.

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#26
(19-03-2017, 12:16)Gundi schrieb:
(19-03-2017, 10:00)Smiler schrieb: Nicht aufregen aber Orwells 84 haben wir zum Glück nicht, weder eine geistige Gesinnugsprüfung noch Gedankenkontrolle.
In der Realität schützt das Bildungsbürgertum lediglich seine Pfründe für seine Nachkommen durch künstliche Verknappung der Hochschulzugänge.

Von künstlicher Verknappung kann ich nichts erkennen. Viel mehr ist es so, dass immer mehr Leute eines Studienganges ein Studium anstreben und die Kapazitäten in einigen Studiengängen schlicht erschöpft sind.
Selbst in den Nischenfächern erlebt man einen enormen Anstieg der Studienanfänger.

(19-03-2017, 10:00)Smiler schrieb: Nun braucht man in vielen Bereichen deutlich mehr höher gebildete, die wir nicht haben,

Doch, in vielen Bereichen haben wir die sehr wohl. Der jahrelang propagierte Fachkräftemangel (den es so in vielen Branchen gar nicht gab) hat dazu geführt, dass es nun haufenweise Akademiker gibt, die für lächerlichen Lohn arbeiten gehen. Denn in einigen Branchen ist die Konkurenz an Absolventen so groß, dass die Firmen gute lLeute für billiges Geld einstellen können.
Und genau das war doch auch gewollt. Fachkräfte für wenig Geld. Akademiker die froh sind irgendeinen Job zu bekommen und daher alles mit sich machen lassen. Das zeigt sich sowohl in der Wirtschaft aber auch im Wissenschaftsbetrieb, wo der komplette Mittelbau nur noch von kurzzeitig befristeten Doktoranden und PostDocsgetragen wird.
Und auch das Handwerk bleibt dabei auf der Strecke, denn überall wird propagiert, man bräuchte einen Hochschulabschluss um etwas aus sich machen zu können. Mittlerweile sind einige Teile des Handwerks dringend auf der Suche nach fähigen Leuten und finden keine.
Ich rede nicht von einer Momentaufnahme, sondern Entwicklungen der letzten 25 Jahre. Dazu zählt auch die Aushöhlung unserer dualen Ausbildung.
Welche von der Industrie massiv betrieben wurde. Woher sollen heute "fähige" Leute kommen oder redest Du von Azubis?
Mal geschaut welche Anzahl von 18-24 in Billigjobs bei den modernen Sklavenhändlern, ZAF, ihr Dasein fristen?
Sind natürlich dann als Azubi "versaut"
Das ist eine wirkliche "No future" Generation.
Ach wo gibt es denn die Überkapazitäten?
Bei Uniabschlüssen 2.Klasse BWL und ähnlichen oder seltsamen Studiengängen.
Ist halt Pech wenn man dem Unsinn und der Mode nachläuft.
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#27
(19-03-2017, 12:49)Smiler schrieb: Woher sollen heute "fähige" Leute kommen oder redest Du von Azubis?

Ich rede von Schülern, denen eingeredet wird nur mit Abi und Uniabschluss hätten sie später gute Chancen im Berufsleben. Dieser Akademisierungswahn entzieht dem Handwerk potenzielle gute Lehrlinge und führt zu Studenten mit mäßigen Leistungen, die vielleicht viel lieber praktisch arbeiten würden, aber diesem Wunsch aus oben genanntem Grund nicht nachgegangen sind.

 
(19-03-2017, 12:49)Smiler schrieb: Ach wo gibt es denn die Überkapazitäten?
Bei Uniabschlüssen 2.Klasse BWL und ähnlichen oder seltsamen Studiengängen.
Ist halt Pech wenn man dem Unsinn und der Mode nachläuft.

Diese Überkapazitäten gibt es auch bei den Ingenieuren. Man muss sich jedoch von dem Gedanken freimachen, dass die Unis Fachkräfte mit großen Spezialisierungskenntnissen und mehrjähriger Berufserfahrung hervorbringen.
Spezialisierung und Erfahrung kommt erst nach der Uni und im Betrieb, eben im Berufsleben. Solche "Frischlinge" von der Uni möchten die Firmen aber nicht einstellen, da sie für diesen ja Zeit und Kosten bereitstellen müssten. Sie suchen also nach Leuten mit Berufserfahrung und Spezialwissen in dem von ihnen geforderten Gebiet, finden dann aber logischerweise kaum Leute (weil die anderen Firmen ja genauso denken).
Es gibt also nicht zu wenig qualifizierte Akademiker, sondern zu wenig Unternehmen, die bereit sind in ihr Personal zu investieren.

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#28
(19-03-2017, 13:09)Gundi schrieb: Ich rede von Schülern, denen eingeredet wird nur mit Abi und Uniabschluss hätten sie später gute Chancen im Berufsleben.
Dieser Akademisierungswahn entzieht dem Handwerk potenzielle gute Lehrlinge und führt zu Studenten mit mäßigen Leistungen, die vielleicht viel lieber praktisch arbeiten würden, aber diesem Wunsch aus oben genanntem Grund nicht nachgegangen sind.

Was sind gute Chancen, was zählt denn wirklich? Der Lohn!

Das erste Kriterium einer Berufsauswahl ist sehr oft der Verdienst und die Verdienstgrenze.
Nicht alle Handwerkersberufe sind gut bezahlt und oft sind die Arbeitszeiten sehr viel weniger atraktiv.

In manchen Berufen reicht es den Chefs einen frisch ausgelernten Berufsanfänger einzustellen und aus dem Grund muß sich jemand mit mehr Berufserfahrung und Können für einen geringen Lohn hergeben.
Das ist mir passiert!
Nicht in jeder Branche ist die Berufserfahrung wichtig, so kann es für manche Handwerke nie eine Lohnsteigerung geben.

Mit Abi hat man definitiv mehr Berufsauswahl!
Der geringe Lohn entzieht in Wahrheit dem Handwerk die Lehrlinge!
Wer lieber praktisch arbeiten will, aber auch eine Familie gründen will, wird es lieber lassen ein Handwerk zu erlernen, weil er mit dem Einkommen keine Familie ernähren kann.
Das ist die Wahrheit.

Die Welt ist voller Dinge, Sehnsüchte und Lebensstandart/Qualität und das alles kostet Geld.
Zeit = Geld. Geld = Arbeit. Arbeit = Zeit.
Der Wert der Arbeitskraft und die Verhältnisse unserer Bedürfnisse zur Realität???
Das ist meine Meinung, Gedanken, ggf notwendige Vorvorurteile, die ich so gut es mir derzeit möglich ist, ausgedrückt habe.
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#29
(19-03-2017, 10:18)Sinai schrieb:
(19-03-2017, 10:00)Smiler schrieb: In der Realität schützt das Bildungsbürgertum lediglich seine Pfründe für seine Nachkommen durch künstliche Verknappung der Hochschulzugänge.

Na und ?

Dann versuch einmal einem Bauern das automatische Recht streitig zu machen, daß sein Sohn wieder Bauer wird.
Und nicht Lohnarbeiter



(19-03-2017, 10:55)Adamea schrieb: Ein Bauer besitzt einen eigenen Betrieb der weiter vererbt werden kann.
Genau hier liegt der Hund begraben!
Eine entsetzliche Ungleichbehandlung - geboren in den Wirren von 1848
Wie ist es begründbar, daß der Bauer seinen Arbeitsplatz vererbt ?
Ein Gendarmerie-Postenkommandant kann ja auch den Gendarmerieposten nicht an seinen Sohn vererben.
Der Bauernstand hat einen ungerechtfertigten Berufsschutz für seinen erstgeborenen Sohn.
Wenn schon Gleichberechtigung, dann bitte für Alle - oder behaltet sie euch.

Dann muß der Arbeitsplatz des Bauern ebenso wie die Notariatskanzlei bei Pensionierung des Alten zur Verfügung stehen.
Und der "Beste" bekommt dann den Bauernhof zur Bewirtschaftung. Kann dann auch der Sohn des Arztes sein.
Der Bauernhof soll so wie der Polizeiposten und die Militärkaserne ein Lehen sein, nicht Eigentum !
Das ist ja ein Irrsinn
Ein ekeliger Kompromiß unter dem Terror der gewalttätigen Bauernschaft des Jahres 1848
Gehört weggeräumt
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#30
@adamea

zum Thema Lohn und Geld: Ein Studium garantiert schon lange kein gutes Gehalt mehr. Ich kenne einige Akademiker, die ihre 1000€ netto im Monat nach Hause bringen und sich das alles anders vorgestellt haben.
Geld verdient derjenige, dessen Fähigkeiten gebraucht werden. Das kann ein Handwerker oder ein Akademiker sein. Sicherlich, das ganz dicke Geld machen überwiegend irgendwelche BWL-Absolventen. Wer aber Philosophie, Germanistik, Soziologie oder Geographie studiert und dabei nicht zu den besten 5% gehört, für den wird es sehr schwierig einen halbwegs bezahlten Job zu bekommen.

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