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jüdischer Faschismus
#1
da die Menschen jüdischen Glaubens und jüdischer Herkunft
im Dritten Reich ungerechtfertigterweise von den Faschisten verfolgt
und brutalst mißhandelt oder getötet wurden,
birgt meine thread-Überschrift normalerweise ein Widerspruch in sich

nun ist es aber so,
daß es real existierende Menschen jüdischen Glaubens gibt,
welche sich ähnlich verhalten,
wie es seinerzeit die Faschisten getan haben

Ähnlichkeit 1
die Faschisten gingen von einer Urrasse aus,
die nur durch eine reine Blutlinie vor Degeneration geschützt werden kann

die betreffenden Juden gehen ebenfalls von einer Urrasse aus,
deren Blutlinie durch die Mütter weitergegeben wird

Ähnlichkeit 2
die Faschisten sahen den Staat als exklusives Reich ihrer Rasse
und diskriminierten den Rest der Bevölkerung

die betreffenden Juden tun das genauso
(Israel hat eine rein jüdische Flagge und Menschen arabischer Herkunft oder muslimischen Glaubens werden dort gerne mal enteignet)

Ähnlichkeit 3
die Faschisten haben Gewalt mit überzogener Gegengewalt beantwortet

die betreffenden Juden tun das genauso
(der Multiplikator bei den Opferzahlen ist ungefähr Faktor 10)

Ähnlichkeit 4
die Faschisten haben absichtlich verbrannte Erde in feindlichen Länder hinterlassen,
um der dortigen Zivilbevölkerung zu schaden

die betreffenden Juden haben dies auch schon mehrfach getan



ich denke,
daß man die vier Punkte kaum abstreiten kann

und dadurch macht die thread-Überschrift durchaus Sinn

man sollte in Deutschland einen Feiertag einführen,
welcher jährlich auf die Problematik
'Zerstörung der Demokratie und Humanität durch die Faschisten'
hinweist
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#2
Der Thread krankt daran, dass es sich beim Staat Israel nicht um ein faschistisches Regime handelt, sondern um die einzige wirklich funktionierende Demokratie im Nahen Osten (der Libanon kommt eventuell noch nahe, hat aber seine eigenen Probleme). Der Ministerpraesident von Israel muss sich momentan mit Korruptionsvorwuerfen auseinandersetzen. Faschistische Regenten haben solche Probleme nicht.

Dass es durchaus Defizite in der israelischen Demokratie gibt, ist klar. Allerdings werden diese Defizite ja auch von innerisraelischen Gruppen thematisiert, und die arabischen Israelis haben natuerlich auch ihre Vertreter im Parlament. Das alles sind Zeichen einer normalen Demokratie.

Bei Teilen der deutschen Reaktion zur Situation in Israel wird auch vergessen, dass die Vertreter der palaestinensischen Autonomiebehoerden sich bis heute weigern, das Existenzrecht Israels anzuerkennen. Auch Raketenangriffe aus diesen Gebieten werden normalerweise uebersehen. Ich moechte ehrlich gesagt nicht in der Haut der israelischen Regierung stecken, die immer abwaegen muss zwischen einem eventuellen dauerhaften Frieden und einem unabwaegbaren Sicherheitsrisiko, das sich daraus ergeben koennte.

Die juedische "Blut und Boden"-Ideologie ist natuerlich genau so aus der Zeit gefallen wie die der Faschisten. Hier haben wir es mit religioesen Fundamentalisten zu tun, die leider ueberall auf der Welt an Einfluss gewinnen. Um dem entegenzuwirken, sollte man die gemaessigteren Kraefte in Israel unterstuetzen.

Zuletzt: Deutschland uebt ja bereits Kritik an einzelnen Handlungen des Staates Israel; man denke nur an die Reaktion, die Gabriel in Israel deshalb erfahren hat. Wobei die Reaktionen aber zum Glueck sehr verschieden waren: die plakative Entruestung Netanjahus wurde ausgeglichen durch den herzlichen Empfang durch den israelischen Staatspraesidenten. Allzu einseitig wuerde ich hier also nicht argumentieren wollen.
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#3
In allen Staatsgebilden hat es immer schon die Ansicht gegeben, ein elitärer Haufen zu sein. Das schmeichelt dem Gruppen-Ego und erhebt jedes Mitglied. Nur eine historisch "dünne Haut" trennt uns von diesem "ewigen Rassismus", wenn überhaupt!
(Meiner Erinnerung nach gibt es auch im Judentum rassistische Texte, worüber auch schon mal im Forum diskutiert wurde.)

Übrigens: Eine "reine Blutlinie" führt, biologisch gesehen, zu genetischen Webfehlern ganzer Populationen. Bisweilen hat man den Eindruck, das es schon soweit ist.
Mit freundlichen Grüßen
Ekkard
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